
Die Aseler Streuobstwiese
Was ist eine Streuobstwiese?

Einrichtung eines Naturschutzprojekts in der Gemarkung Asel 2021
Im Spätsommer 2020 entstand im Zuge der Fällung eines morschen Apfelbaums auf dem Spielplatz die Idee, in Asel eine Streuobstwiese einzurichten. Diese Idee wurde kurz in einer Ortsbeiratssitzung diskutiert.
Die Interessengemeinschaft Asel und der Ortsbeirat Asel setzen sich aktiv dafür ein, die Natur in der Gemarkung Asel zu schützen und zu fördern.
Aus der anfänglichen Vorstellung einer Streuobstwiese entwickelte sich mittlerweile ein umfassendes Naturschutzprojekt mit mehreren Schwerpunkten. Im Zentrum steht weiterhin die Anlage der Streuobstwiese. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen geplant, um das Projekt zu erweitern. Dazu gehören neben Gehölzpflanzungen auch die Schaffung von Rückzugsgebieten für seltene und zum Teil bedrohte Tierarten, wie beispielsweise der Feuersalamander.
Naturschutzbegeisterung wecken
Ein besonderes Anliegen ist es, neben der bereits bestehenden „Bildungseinrichtung Fledermauslehrpfad“ eine weitere Einrichtung zu schaffen, die insbesondere Schulklassen und Kindergartengruppen für den Naturschutz begeistert. Dazu zählen der Aufbau eines dauerhaften Grüngürtels, die ökologische Aufwertung der Grünfläche sowie der Arten- und Biotopschutz im Offenland. Auch der Schutz von Bodenbrütern wurde als wichtige Maßnahme aus der Gemeinschaft vorgeschlagen.
Handwerkskunst und Workshops
Eine weitere Idee ist die Integration alter Handwerkskünste in das Projekt. Geplant sind Workshops, zum Beispiel zum Mähen mit der Sense, dem Dengeln der Sense und dem fachgerechten Obstbaumschnitt.
Geplante Maßnahmen im Überblick:
- Pflanzung von Obstgehölzen, möglichst mit alten Obstsorten
- Anlage einer Bienenblühwiese
- Erstellung von Infotafeln
- Errichtung einer Bienenplattform zur Aufstellung von Bienenstöcken für Imker
- Anlage einer Block- bzw. Geröllhalde aus Grauwacke
- Errichtung einer Totholzhecke
- Bau eines großen Insektenhotels
- Einrichtung eines Totholzlagerplatzes

Unterstützung durch Gemeinde Vöhl
Die zur Verfügung stehende gemeindliche Fläche umfasst etwa 3.600 m². Die Mahd am Ende der Vegetationsperiode ist durch ortsansässige Nebenerwerbslandwirte sichergestellt.
Das Projekt wurde größtenteils in Eigenleistung und mit eigenen finanziellen Mitteln umgesetzt. Ein herzlicher Dank gilt dem Bauhof der Nationalparkgemeinde Vöhl für die tatkräftige Unterstützung.

